Exklusiv: Landgericht will bis Februar 2027 verhandeln: Beinahe-Durchsuchung verlängert Block-Prozess
Das Landgericht plant laut LTO-Informationen, den Block-Prozess bis Ende Februar 2027 fortzusetzen, nachdem die Beweisaufnahme entgegen der ursprünglichen Planung nicht im Oktober abgeschlossen werden kann. Auslöser für die neuerliche Verzögerung ist der Podcast „House of Block“, in dem die minderjährige Tochter der Angeklagten auftrat. Daraufhin ordnete die Kammer neue Beweiserhebungen an, darunter die erneute Vernehmung der kinderpsychiatrischen Sachverständigen und die Ladung der Journalistin Anne Kunze als Zeugin Mitte November.
Zudem wurden Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Zeit-Redaktion und die Privatwohnung der Journalistin erlassen, um Rohmaterial sicherzustellen; die Durchsuchung wurde abgewendet, indem Kunze versiegelte Aufnahmen herausgab. Zeugen wie der Ex-Mann der Angeklagten und dessen neue Ehefrau verweigerten die Aussage. Der Prozess, der ursprünglich kurz angelegt war, wurde bereits mehrfach verlängert – zuletzt vorsorglich bis Ende Dezember 2026.
Die Kammer hatte durchgängig auf Beschleunigung gedrungen, sieht ihr Ziel nun jedoch als nicht mehr haltbar an. Sobald weitere Hauptverhandlungstermine feststehen, will die Pressestelle diese bekannt geben.
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