Rätsel ungeklärt – Verfahren um Tod eines Schweizers in iranischer Haft eingestellt
Laut SRF hat die Bundesanwaltschaft das Strafverfahren zum Tod eines Schweizers in iranischer Haft mangels Hinweisen auf ein Tötungsdelikt eingestellt. Der Nachrichtendienst des Bundes hatte zuvor Zweifel an der Suizidversion geäußert und auf die Praxis des Iran verwiesen, Festnahmen politisch zu instrumentalisieren.
Die Obduktion der einbalsamierten Leiche bestätigte zwar die Plausibilität eines Todes durch Erhängen. Unklar blieb jedoch, ob die Aufhängung bei Bewusstsein, Bewusstlosigkeit oder postmortal erfolgte. Abwehrverletzungen oder Betäubungsspuren wurden nicht festgestellt.
Der Mann war Ende 2024 wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden. Er besaß Fotoausrüstung, Drohne, mehrere Handys und ein Satellitengerät; übermittelte Bilder zeigte die Bundeskriminalpolizei vermutlich nicht aus dem Iran. Konsularischen Zugang verweigerte der Iran. Weitere Ermittlungen seien ohne dessen Kooperation kaum durchführbar, so die Bundesanwaltschaft.
Quelle
Rätsel ungeklärt – Verfahren um Tod eines Schweizers in iranischer Haft eingestellt — SRF
