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Mutmasslicher Millionenbetrug – Bundesanwaltschaft fordert lange Freiheitsstrafe für Ex-SBB-Kader

Die Bundesanwaltschaft fordert vor dem Bundesstrafgericht eine unbedingte Freiheitsstrafe von sechs Jahren und fünf Monaten für einen ehemaligen SBB-Abteilungsleiter wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher ungetreuer Amtsführung, Geldwäscherei und Urkundenfälschung. Der 54-Jährige zeigte sich reumütig.

Laut Bericht soll der Mann ab 2007 über 17 Jahre ein Betrugssystem betrieben haben, bei dem über Firmen von Freunden und seiner Schwester fingierte Rechnungen an die SBB gestellt wurden. Da er im System zwei Funktionen innehatte, konnte er Bedarf anmelden und Bestellungen selbst auslösen. Wegen Verjährung sind nur Taten ab April 2011 verfolgbar, der Schaden beläuft sich auf rund fünf Millionen Franken. Die SBB erstattete im September 2024 Anzeige, der Angeklagte wurde zwei Monate später festgenommen. Sein Verteidiger macht der Bahn mangelnde Kontrollen zum Vorwurf.

Mit dem Geld finanzierte der fristlos Entlassene laut Anklage zwei Häuser, mehrere Luxusautos sowie eine Waffensammlung. Das Urteil wird für Donnerstag erwartet.

Quelle

Mutmasslicher Millionenbetrug – Bundesanwaltschaft fordert lange Freiheitsstrafe für Ex-SBB-Kader — SRF