Klagen von Umweltverbänden und Anwohnern: OVG Bautzen verhandelt über Ausbau des Leipziger Flughafens
Vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen wird über Klagen gegen den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle verhandelt. Zehn Kläger, darunter der BUND, Gewerbetreibende, Privatpersonen und die Stadt Schkeuditz, wollen den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen aus September 2024 anfechten. Dieser sieht eine Erweiterung des DHL-Vorfeldes um 39 Hektar sowie neue Rollwege, Enteisungsflächen und Betriebsgebäude vor.
Die Kläger führen an, der Ausbau führe zu mehr Nachtflügen, Lärm, Feinstaub und klimaschädlichen Emissionen. Der sächsische BUND-Vorsitzende Felix Ekardt bezeichnete das Fliegen als eine der klimaschädlichsten Technologien und verwies auf die Finanzierung russischer Aggressionen durch fossile Brennstoffe. Das Gericht muss zahlreiche Detailfragen zum Immissionsschutz, zum Natur- und Klimaschutz klären.
Ursprünglich waren fünf Verhandlungstage bis zum 17. November 2026 angesetzt. Nach dem ersten Verhandlungstag teilte ein Gerichtssprecher jedoch mit, dass bereits in ein bis zwei Wochen mit einer Entscheidung zu rechnen sei; eine öffentliche Urteilsverkündung ist nicht vorgesehen. Der Flughafenbetreiber wartet den Ausgang des Verfahrens ab, bevor mit dem Bau begonnen wird.
Quelle
