Strafermittlungen: EU-Ermittler untersuchen Beraterverträge der Europäischen Volkspartei
Die Europäische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der zweckwidrigen Verwendung von EU-Geldern bei Beraterverträgen der Europäischen Volkspartei. Laut Süddeutscher Zeitung geht es um zwei griechische Berater, die der damalige Generalsekretär Thanasis Bakolas 2022 engagierte und deren Firmen in knapp einem halben Jahr mehr als eine halbe Million Euro an Honoraren erhielten.
Die Parlamentsverwaltung erstattete lediglich 110 000 Euro und lehnte die Übernahme der übrigen rund 350 000 Euro ab, woraufhin die Partei diese selbst tragen musste. Federführend sind OLAF und die Anti-Korruptionsabteilung der belgischen Föderalen Polizei; Details zu Verdachtsmomenten und Verfahrensstand werden nicht mitgeteilt. EVP-Chef Manfred Weber steht nicht im Verdacht direkter Beteiligung, der Fall belastet ihn jedoch politisch.
Quelle
Strafermittlungen: EU-Ermittler untersuchen Beraterverträge der Europäischen Volkspartei — Süddeutsche Zeitung
