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Parteien einigen sich: Das "Rangsdorfer Hausdrama" findet sein Ende

Im langjährigen Grundstücksstreit um das sogenannte „Rangsdorfer Hausdrama“ haben sich die Beteiligten auf einen Vergleich geeinigt, wie das Brandenburger Justizministerium mitteilte. Die Familie hatte das Grundstück 2010 bei einer Zwangsversteigerung erworben und ein Haus gebaut, bevor der ursprüngliche Eigentümer, ein in den USA lebender Erbe, aufgrund eines Justizfehlers ermittelt wurde und die Rückgabe forderte.

Nach gerichtlichen Entscheidungen, die zuletzt den Abriss des Hauses anordneten, hatte der Bundesgerichtshof seine Rechtsprechung zum Verwendungsersatz geändert. In der Einigung wird der Erbe als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen; die Familie erhält eine angemessene Entschädigung für das Haus. Dem Vernehmen nach zahlt das Land Brandenburg dafür über eine halbe Million Euro, womit sämtliche gegenseitigen Ansprüche als erledigt gelten.

Justizminister Benjamin Grimm räumte einen Fehler ein und entschuldigte sich. Die Familie zeigte sich erleichtert über das Ende des Verfahrens, empfinde aber keine Freude wegen der belastenden Jahre. Der Fall habe Rechtsgeschichte geschrieben und sei fester Bestandteil der juristischen Ausbildung.

Quelle

Parteien einigen sich: Das "Rangsdorfer Hausdrama" findet sein Ende — LTO