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LG Braunschweig zum Dieselskandal: Fehlstart im vierten Betrugsprozess gegen Ex-VW-Manager

Der vierte große Betrugsprozess zum VW-Dieselskandal vor dem LG Braunschweig konnte am Montag nicht beginnen, weil einer der drei Angeklagten fehlte. Laut LTO gab die Verteidigung an, der Mann leide unter starken Rückenproblemen und könne nicht aus Österreich anreisen. Das Gericht wertete das Fehlen als nicht ausreichend entschuldigt und unterbrach die Verhandlung bis zum 5. November; zur Verlesung des Anklagesatzes kam es nicht. Der Verteidiger beantragte, das Verfahren gegen seinen Mandanten vorläufig einzustellen.

So der Bericht richten sich die Vorwürfe gegen zwei ehemalige Führungskräfte unter anderem auf die Mitentwicklung oder Duldung der illegalen Abschalteinrichtung bei über neun Millionen Fahrzeugen, der dritte Angeklagte soll die Taten unterstützt haben. Einem wird zudem uneidliche Falschaussage in einem Parallelverfahren vorgeworfen. Der erste Braunschweiger Prozess endete im Mai 2025 mit Haft- und Bewährungsstrafen, die Urteile sind wegen Revision noch nicht rechtskräftig. Das Verfahren gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn ruht wegen Verhandlungsunfähigkeit. Im aktuellen Prozess wurden acht von ursprünglich elf Beschuldigten gegen Geldauflagen freigestellt; mehr als 150 Verhandlungstage sind bis Oktober 2028 angesetzt. Am 24. November soll der fünfte und wohl letzte Prozess gegen sieben weitere ehemalige Manager und Mitarbeiter beginnen, ebenfalls mit rund 150 Terminen bis Ende 2028.

Quelle

LG Braunschweig zum Dieselskandal: Fehlstart im vierten Betrugsprozess gegen Ex-VW-Manager — LTO