Nach Verbesserung des juristischen Vorbereitungsdienstes: Thüringen stellt so viele Referendare ein wie nie zuvor
Thüringen hat zum aktuellen Einstellungstermin 90 neue Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare ernannt und damit den bisherigen Höchstwert von 59 deutlich übertroffen. Laut Bericht ist die Zahl der Bewerbungen innerhalb von zwei Jahren von 76 auf 129 gestiegen, was einem Anstieg von rund 70 Prozent entspricht. Die Ernennungen erfolgen für die Landgerichte in Erfurt, Gera, Mühlhausen und Meiningen.
Justizministerin Beate Meißner (CDU) führt den Zuwachs auf gezielt verbesserte Rahmenbedingungen zurück. Thüringen zahle im bundesweiten Vergleich gut und verbeamtete den Nachwuchs. Zudem seien flexible Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen worden. Seit diesem Jahr können Referendarinnen und Referendare als Justizassistentinnen und -assistenten tätig werden; dafür wurden acht Stellen in Erfurt mit einer Vergütung von rund 30 Euro brutto pro Stunde eingerichtet.
Hintergrund ist demnach der Bedarf an juristischem Nachwuchs, da in den kommenden Jahren zahlreiche Richterinnen und Staatsanwälte in den Ruhestand gehen. Als weitere Maßnahme erwägt das Land, Richter und Staatsanwältinnen freiwillig bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten zu lassen.
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